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Unerlaubte Tricksereien bei der Steuererklärung

Unerlaubte Tricksereien bei der Steuererklärung

Mai 26, 2013

Der Abgabetermin für die Steuererklärung naht. Jeder versucht möglichst viel abzusetzen, um vom Staat viel zurückzubekommen. Einige Steuerzahler versuchen das mit kleinen Tricksereien. Dass es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um Steuerhinterziehung handelt ist mitunter nicht bewusst. Hoeneß & Co. haben das Problem Steuern mit Steuerhinterziehung gelöst. Hier handelt es sich zwar um wesentlich höhere Summen die dem Fiskus vorenthalten wurden, aber auch kleine Tricks können großen Ärger verursachen.

Arbeitszimmer von der Steuer absetzen

Ein Arbeitszimmer im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung kann geltend machen, wer darin den überwiegenden Teil seiner Tätigkeit ausübt oder keine andere Möglichkeit zur Verfügung steht. Da kann man ganz schnell auf die Idee kommen und die Ecke im Flur, im Wohnzimmer oder einen anderen Raum als Arbeitszimmer zu deklarieren. Wer die Kosten für ein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen will, muss auch tatsächlich eines haben. Dieses muss ausschließlich für berufliche Zwecke zur Verfügung stehen. Es muss sich um ein separates Zimmer handeln und nicht um einen Raum der von Familienangehörigen genutzt wird. Ob dafür ein Kellerraum hergerichtet wird oder das mittlerweile ungenutzte Kinderzimmer ist egal. Der Fiskus ist wachsam, es ist also immer damit zu rechnen, dass ein Kontrolleur das Arbeitszimmer begutachten will.

Schummeln bei der Pendlerpauschale

Ehrliche Angaben bei der Pendlerpauschale

Ehrliche Angaben bei der Pendlerpauschale

Sehr beliebt ist das Schummeln bei der Pendlerpauschale. Anstatt dem tatsächlichen Arbeitsweg werden gerne noch ein paar Kilometer obendrauf gepackt. Dieser Trick fällt sofort auf. Finanzbeamte können die Kilometerangaben mit Hilfe von einem Routenplaner binnen Sekunden überprüfen. Ein kleiner Umweg ist erlaubt, wenn dadurch zum Beispiel ein Stauknotenpunkt umfahren wird. Als Fachliteratur gelten ausschließlich Bücher die zu beruflichen Zwecken angeschafft werden. Diese relevanten Quittungen sollten gut aufgehoben werden, um die Steuerlast zu reduzieren. Werden zu viele Buchquittungen eingereicht, könnte das überprüft werden. Die Quittungen für Liebesschnulzen oder Kinderbücher haben bei der Steuererklärung nichts zu suchen! Wenn aber wirklich viel Fachliteratur angeschafft wurde werden die Ausgaben dafür anerkannt. Für Weiterbildungen entstandene Kosten, können von der Steuer abgesetzt werden. Das geht aber nur, wenn diese nicht vom Arbeitgeber bezahlt wurden. Wer hier schummelt muss mit richtig viel Ärger rechnen. Kosten die für Bewerbungen und Fahrten zu Bewerbungsgesprächen anfallen, können bei der Steuererklärung angegeben werden. Der Preis für ein Bewerbungsbild, sollte aber den üblichen nicht zu stark übersteigen, sonst fragen die Finanzbeamten genauer nach. Dasselbe gilt auch für Fahrten zu Bewerbungsgesprächen, die von einem Ende Deutschlands zum anderen führen. Für so lange Fahrten muss es einen triftigen Grund geben der für Finanzbeamte nachvollziehbar ist.

Kapitalerträge nicht verheimlichen

Kapitalerträge sollten dem Fiskus nicht verheimlicht werden. Von Banken aus dem EU-Ausland werden Zinserträge automatisch dem Staat gemeldet und von deutschen Banken fordern Finanzbeamte eine Jahresbescheinigung an, wenn ihnen etwas spanisch vorkommt. Eine legale Möglichkeit die Gewinne aus Aktiendeals vor den Steuern für Kapitalerträge zu retten gibt es auch. Wer die Kapitalerträge seinen Kindern überweist, kann die Kapitalertragssteuer umgehen, wenn dafür der Sparerfreibetrag genutzt wird. Den Zugriff auf das Geld wird das Finanzamt den Eltern aber nicht gestatten, da es sich sonst um eine strafbare Scheinübertragung handelt.

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