Hier erfahren Sie alles zur Abgeltungssteuer

Steuerbescheide für das zurückliegende Jahr später als sonst

Steuerbescheide für das zurückliegende Jahr später als sonst

Jan 16, 2013

Wer eine Einkommenssteuererklärung abgeben muss oder will, macht dies stets im Jahr danach für das Zurückliegende. Viele Bundesbürger, vor allem die, die auswärts arbeiten, hoffen stets auf eine Rückzahlung und bekommen so Geld zurück, dass ihnen eigentlich zugestanden hätte, aber vom Finanzamt zu viel eingezogen wurde.

Normalerweise werden diese Steuererklärungen nach Eingang bearbeitet, das heißt, wer schnell ist, und die vollständigen Unterlagen gleich zu Jahresbeginn einreicht, liegt auf dem Stapel von Tausenden zu bearbeitenden Anträgen wenigstens recht weit oben.

Allerdings gibt es Finanzämter, in denen man selbst mit einer Abgabe in den Monaten Januar oder Februar nicht vor Herbst mit dem Geld rechnen konnte. Das ist sehr unbefriedigend, zumal das zu viel vom Finanzamt eingezogene Geld nicht verzinst wird. Und oft dreht es sich um Tausende von Euro.

Daran ist leider nichts zu ändern. Im Gegenteil: während man früher mit den Unterlagen auch die Steuerkarte abgab, auf der der Arbeitgeber das Einkommen bescheinigt hatte, ist die Übertragung von den Unternehmen zum Finanzamt jetzt elektronisch möglich. Das hat viele zu der Annahme verleitet, es ginge jetzt schneller. Aber weit gefehlt. In diesem Jahr ist nicht damit zu rechnen, dass ein Finanzbeamter sich vor März 2013 der Erklärungen von 12 annimmt.

Denn die Steuerdaten, die von den Unternehmen und Versicherungen übermittelt werden, müssen von diesen erst bis zum 28. Februar bearbeitet worden sein. Die Daten werden zudem an eine bundesweit einheitliche Stelle übermittelt, von dort aus bearbeitet und in die jeweilig zuständigen Finanzämter geschickt. Dies nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als früher. Denn wenn jeder Arbeitnehmer seine Karte mit abgegeben hat, waren die Unterlagen in diesem Moment komplett im Finanzamt.

Allerdings soll es laut dem Präsidenten des Bayrischen Landesamtes für Steuern weiter so geregelt sein, dass die Unterlagen zuerst bearbeitet werden, die zuerst abgegeben wurden. Somit lohnt sich das Schnellsein nach wie vor. Während die Behörden für die Bearbeitung alle Zeit der Welt bekommen, müssen die Bürger enge Zeitfenster erfüllen. Denn die Steuererklärung für 2012 muss spätestens am 31.5. beim Finanzamt im Briefkasten liegen.

Bildquelle: © Thorben Wengert / PIXELIO

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>