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Schummeln bei der Steuererklärung kann teuer werden

Schummeln bei der Steuererklärung kann teuer werden

Mai 2, 2013

Jetzt ist die Zeit, in der viele deutsche Steuererklärungen schnell noch gemacht werden müssen. Und vor allem diejenigen, die sich selbst ganz gut auskennen, und ohne fremde Hilfe machen, verfallen immer wieder der Verführung, die Angaben zu frisieren und sich im Staatssäckel damit ein wenig zu bedienen.

Eine beliebte Maßnahme ist das heimische Arbeitszimmer. Einige Vorgaben der Finanzämter sind dabei nicht ganz nachvollziehbar. Beispielsweise, dass es kein Durchgangszimmer sein darf. Allerdings neigen auch viele Steuerpflichtige dazu, das Kinderzimmer oder gar eine Abstellkammer als Arbeitszimmer anzugeben. Dann ist guter Rat teuer, wenn die Steuerprüfung kommt. Und die ist gar nicht so selten, wie oft angenommen.

Bei der Fahrt zur Arbeit wird ebenfalls viel gemogelt. Das lohnt sich aber überhaupt nicht, weil durch Internet und Routenplaner die Finanzbeamten sofort sehen, wie weit entfernt man wohnt. Allerdings wurde ein Zugeständnis gemacht: es galt bis vor Kurzem immer nur der kürzeste Weg, egal, wo lang man fährt. Aber das hat sich geändert. Nimmt man einen kleinen Umweg in Kauf, um nicht stundenlang im Stau zu stehen, muss dies das Finanzamt akzeptieren.
Ebenfalls aufpassen sollte man bei den Bewerbungskosten. Denn liegen die immer wieder über dem Üblichen, kommen garantiert Nachfragen. Und jede Fahrt ins Ausland als Bewerbungsgespräch zu deklarieren, sollte man lieber unterlassen.

Auch bei Büchern ist es riskant, alle Literatur als fachlich wichtig auszugeben. Zumal Büchern im Berufsleben heute ohnehin weniger Bedeutung zukommt dank Internet.
Ein richtiger Fall von Betrug ist es, wenn man Weiterbildungskosten von der Steuer absetzen will, die der Arbeitgeber bezahlt hat. So etwas kommt in der Regel raus. Diesen Ärger kann man sich lieber ersparen.

Gar nicht mehr lohnend ist es, Kapitalerträge zu verheimlichen. Denn dank Globalisierung werden auch die Zinsen bei ausländischen Banken an den Staat gemeldet. Ebenfalls beliebt unter den Betrügern: Kapitalerträge an die Kinder zu überweisen. Denn diese können den Freibetrag ebenfalls nutzen. Aber das geht nur, wenn das Geld dann wirklich den Kindern gehört, also die Eltern keinen Zugriff auf dieses Konto haben.

Es bleibt also wirklich als sauberste Lösung die Ehrlichkeit. Denn wenn ein Finanzbeamter vor der Tür steht und alles kontrolliert, steht eine Anzeige wegen Betrugs ins Haus. Es darauf ankommen zu lassen, lohnt meistens überhaupt nicht.

Bildquelle:
© derarteru/ PIXELIO

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