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Neues bei der Einkommenssteuererklärung

Neues bei der Einkommenssteuererklärung

Aug 2, 2013

Wer eine Einkommenssteuererklärung macht, hat die Möglichkeit, in der Spalte mit den „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“ verschiedene Beiträge einzutragen. Dazu gehören viele Versicherungen. Oft wird das ignoriert, doch Experten raten dazu, diese Eintragungen dringend zu machen.

Denn es gehören beispielsweise dazu: die Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung und Risikolebensversicherungen. Außerdem Versicherungen gegen Unfall sowie Erwerbs-und Berufsunfähigkeit. Auch die Haftpflichtversicherung kann hier mit erfasst werden.

Wer zusätzliche Krankenversicherungen abschließt, beispielsweise für Krankentagegeld oder eine Behandlung des Chefarztes, kann diese ebenfalls geltend machen.

Bei Arbeitnehmern sind diese Eintragungen nur vorsorglich, da sie sich nur auswirken, wenn seine Beiträge zur Krankenversicherung jährlich nicht 1.900 Euro überschreiten. Bei Selbstständigen, die ihren gesamten Beitrag selbst aufbringen müssen, und diesen nicht, wie Arbeitnehmer, mit dem Arbeitgeber teilen, erhöht sich die Grenze auf 2.800 Euro. Wer mit seinen Krankenversicherungsbeiträgen über diese Summen kommt, dem werden die o.g. Aufwendungen in der Steuererklärung nicht berücksichtigt.

Dagegen wurde nun beim Bundesfinanzhof geklagt. Wer auf ein positives Urteil hofft und davon auch profitieren möchte, der muss seine entsprechenden Angaben in die Einkommenssteuererklärung eintragen. Dann wird im Falle eines entsprechenden Urteils der Bescheid vom Fiskus geändert.

Das Bundesfinanzministerium hat festgelegt, dass die Einkommenssteuerbescheide, die davon betroffen sind, nur vorläufig erteilt werden. So muss ein Betroffener keinen Einspruch gegen seinen Bescheid einlegen, sondern wird automatisch berücksichtigt, wenn sich an der Gesetzlichkeit etwas ändern sollte. Hintergrund der bisherigen Ungleichbehandlung ist es, dass diejenigen, die besonders wenig verdienen (und dadurch auch geringe Krankenkassenbeiträge zahlen), bei den Versorgungsaufwendungen finanziell unterstützt werden. Die Besserverdienenden empfinden dies jedoch als Ungleichbehandlung und klagen nun dagegen.

Bildquelle: © Dieter Schütz / PIXELIO