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Legal Steuern sparen mit Treuhandfonds

Legal Steuern sparen mit Treuhandfonds

Apr 8, 2013

Engländer stecken ihr Familienvermögen seit dem Mittelalter in Treuhandfonds. Treuhandfonds haben schon damals geholfen Steuern zu sparen. Das Thema Treuhandfonds ist lange Zeit bei den Diskussionen um Steueroasen verschont geblieben, doch damit ist es jetzt vorbei. Am Donnerstag haben internationale Medien über einen Datensatz berichtet, durch den 130000 mutmaßliche Steuersünder aus über 170 Ländern enttarnt werden können. Im Auftrag von Kunden soll die Deutsche Bank Firmen und Treuhandfonds in Steuerparadiesen gegründet haben. Dafür hat die deutsche Bank ihre Niederlassung in Singapur genutzt.

Wurden verbotene Geschäfte von Banken unterstützt?

Bisher ist nicht bewiesen ob die Deutsche Bank und andere Geldinstitute ihren Kunden dadurch verbotene Geschäfte ermöglicht oder diese gefördert haben. Ein Treuhandfonds ist nichts verbotenes, es gilt schließlich auch nicht jedes Konto in der Schweiz als Beweis für Schwarzgeld. Von der Deutschen Bank wurde der Vorwurf entscheiden zurückgewiesen, das Unternehmen hätte auf keinen Fall Steuersünder unterstützt. Es werden nur Dienstleistungen angeboten. Die Steuerangelegenheiten müssen die Kunden selbst vollumfänglich regeln und dabei die Meldeverpflichtungen und Steuergesetzte beachten.

Steuern sparen mit Treuhandfonds

In Deutschland werden Treuhandfonds fast immer wie Stiftungen behandelt. In angelsächsischen Ländern hingegen werden Treuhandfonds bzw. Trusts auch heute noch gerne im Zusammenhang mit der Nachfolgeplanung eingesetzt. Für Deutschland eignet sich der Trust wegen mangelnder rechtlicher und steuerlicher Anerkennung nicht. Bei Börsengängen werden Treuhandfonds genutzt, um das Vermögen als Ganzes zu erhalten und gleichzeitig Steuern zu sparen. Kritiker sehen in einem Treuhandfonds eine Konstruktion die einzig der Steuerhinterziehung dient. Wer die Herkunft von seinem Vermögen nicht offenlegen will, gründet anscheinend einen Trust. Bei kommunistischen Funktionären in China ist so eine Konstruktion besonders beliebt. Vor allem bei denjenigen die ihren Genossen keinen Einblick in die Vermögenswerte gewähren wollen. Ein Trust lohnt sich aber nur bei sehr großen Vermögen, denn neben den hohen Gebühren der Finanzdienstleister werden die Gewinne durch Honorare für Anwälte geschmälert. Letztendlich soll die Steuerersparnis höher sein, als die Kosten.

Das Risiko bei Treuhandfonds ist unkalkulierbar

Mit einem Treuhandfonds gehen Anleger, die in erster Linie Steuern hinterziehen wollen, ein unkalkulierbares Risiko ein. An einem solchen Konstrukt sind viele Menschen beteiligt und somit ist die Gefahr, dass etwas durchsickert extrem groß. Den Anlegern wurde das Risiko spätestens jetzt bewusst, nachdem die Daten aufgetaucht sind.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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