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Internet-Bezahlsystem wegen Geldwäsche geschlossen

Internet-Bezahlsystem wegen Geldwäsche geschlossen

Mai 31, 2013

Liberty Reserve, das Internet-Bezahlsystem aus Costa Rica war vermutlich die Basis für einen Geldwäschering. Die New Yorker Staatsanwaltschaft erklärte am Dienstag, dass über 6 Milliarden Dollar aus kriminellen Machenschaften über den Ring geflossen sind. An den Ermittlungen waren Justizbehörden aus mehreren Ländern beteiligt. Seitens der Strafverfolger hieß es, dass Liberty Reserve für die kriminelle Unterwelt die Bank der Wahl sei. Das System ermöglichte es kriminellen aus der ganzen Welt die Finanztransaktionen anonym und nicht nachvollziehbar abzuwickeln. Als Delikte wurden neben Kreditkarten- und Anlagebetrug auch Computereinbrüche, Identitätsklau, Drogenhandel und Kinderpornografie genannt. Der Dienst wurde von den Behörden dicht gemacht.

Alle Spuren wurden verwischt

Über Liberty Reserve konnten die Kunden echtes Geld in die digitale Währung „LR“ umtauschen und weltweit überweisen. Kriminelle haben sich das anscheinend zunutze gemacht. Liberty Reserve unterlag, im Gegensatz zu anderen Banken, nicht der Kontrolle durch Finanzaufsichtsbehörden. Die US-Justiz berichtete, die Firma habe über eine Million Kunden gehabt, von denen etwa 200.000 aus den USA stammen. Den Ermittlern zufolge soll Liberty Reserve 55 Millionen Transaktionen umgesetzt haben. Ein Konto konnte sich jeder problemlos unter falschem Namen anlegen. Spuren wurden allesamt verwischt, indem echtes Geld in LR-Einheiten getauscht und innerhalb vom System überwiesen wurde. Am Ausgang wurde das Geld dann wieder in die reguläre Währung zurückgetauscht. Der Betreiber vom Liberty-Reserve-System bekam dafür 1 Prozent Provision. Da gerade Diskussionen um die digitale Währung Bitcom im Gange sind, birgt dieser Fall Sprengstoff. US-Finanzaufseher kritisieren, dass dieser Markt nicht der staatlichen Kontrolle unterliegt. Für eine Regulierung hätten die Behörden auf jeden Fall bessere Argumente in der Hand, wenn sich dieser Fall als richtig herausstellt.

Domain wurde beschlagnahmt

Bereits am vergangenen Freitag wurde der Firmengründer zusammen mit vier weiteren Personen festgenommen. Zwei weitere Beschuldigte sind noch auf freiem Fuß. Darüber hinaus wurde die benutzte Domain libertyreserve.com beschlagnahmt. Ob in diesem Fall auch Behörden aus Deutschland eingeschaltet wurden ist nicht bekannt.

Bildquelle: ©Kurt F. Domnik / pixelio.de

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