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Inseln wie Zypern sind beliebte Steueroasen

Inseln wie Zypern sind beliebte Steueroasen

Mrz 28, 2013

Zypern und zahlreiche andere Inseln auf der Welt gelten als Steueroasen. Mit niedrigen Steuern wird ausländisches Kapital angelockt. Zypern wird nichts daran ändern, dass diese Geschäftsmodelle weiterhin beliebt sind. In Limassol, Zyperns wirtschaftlichem Zentrum sind Russen allgegenwärtig. Dort gibt es eine russische Schule, einen russischen Radiosender, russisch sprechende Kellner und Speisekarten mit kyrillischer Schrift. Schätzungen nach leben auf Zypern etwa 30.000 Russen, die ihr Geld diskret und nahezu steuerfrei anlegen und so ganz nebenbei die Wärme sowie die Mittelmeerstrände geniessen.

Ebenfalls interessant sind Dubai und Bahrein

Als Steueroasen gelten auch Malta, die Karibikinseln Bahamas, Kaiman und Barbados, die Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie einige Inseln in Asien. Ein großer Teil der Steuerparadiese sind Inseln. Die deutsche Steueroase weist in die Wüste. Steuerlich interessante Finanzzentren sind allenfalls Dubai und Bahrein. Steuerparadiese sind vor allem auf Inseln entstanden, die geografisch abseits liegen und ungünstige Produktionsbedingungen vorweisen. Diese weit von großen Ländern entfernt liegenden Inseln haben sich ihre volle oder zumindest gewisse Eigenständigkeit bewahrt. Sie voll einzuverleiben und zu verwalten war den großen Mächten schlichtweg zu teuer und zu aufwändig.

Geschäftsmodell Finanzdienstleistungen

Da diese Staaten kaum Möglichkeiten hatten sich wirtschaftlich zu betätigen mussten sie sich ein an die Situation angepasstes Geschäftsmodell ausdenken. Letztendlich konnte das nur im Dienstleistungssektor angesiedelt sein. Finanzdienstleistungen haben sich angeboten, denn so konnte mit wenig Platz Kapital angelockt werden. Auf der kleinsten Insel ist ausreichend Platz für Briefkastenfirmen. Mit niedrigen Steuern haben die Staaten einen Weg gefunden, um an die ausländischen Gelder zu kommen. Superreiche bringen ihr Vermögen auf diese Inseln, weil sie dort keine Einkommenssteuer bezahlen müssen. Tochtergesellschaften werden von Firmen gegründet, weil dort kaum Steuern auf die Gewinne anfallen.

Keine oder kaum Steuern locken Superreiche

Die kleinen Inseln können auf die Steuern der Ausländer verzichten, denn sie finanzieren sich durch Zolleinnahmen und Verwaltungsgebühren. Im Gegensatz zu großen Ländern haben die kleinen Inseln kaum Militär und eine eher kleine Verwaltung. Für die Finanzindustrie sind die Steuerparadiese interessant, weil Fonds innerhalb eines Tages zugelassen werden. Zum einen werden die Zulassungsdokumente nicht genau angesehen und zum anderen werden die Fonds danach nicht mehr besonders überwacht. Der Vorteil ist, dass die lästigen Rechenschaftsberichte entfallen. Mit 40 Prozent wurden die Kaimans zum größten Hedgefonds-Zentrum. Mittlerweile sind die Kaimans der fünftgrößte Finanzplatz weltweit. Die Bevölkerung zählt weniger als 50.000 Einwohner, aber ihren Sitz haben dort etwa 80.000 Firmen.

Bildquelle: ©Lothar Henke / pixelio.de

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