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Im Ausland lebende deutsche Rentner und die Einkommenssteuer

Im Ausland lebende deutsche Rentner und die Einkommenssteuer

Mrz 22, 2013

Es gibt zahlreiche deutsche, die ihren Ruhestand im Ausland verbringen. Die meisten zieht es in sonnige Länder, wo sie sich mit ihrem Ersparten eine Wohnung oder ein Haus kaufen. Alles kein Problem, denn die Rente wird dorthin überwiesen, wo sich die Rentner aufhalten. Die Rentner müssen allerdings die Kosten für die Überweisung übernehmen. In Ausnahmefällen erhalten sie eine niedrigere Rente als in Deutschland, wenn zum Beispiel Rentenansprüche im Ausland erworben wurden. Ist das der Fall, sollten sich die Betroffenen am besten bei der Rentenversicherung beraten lassen. Sind die Rentenansprüche erst einmal geklärt gibt es zumindest in dieser Hinsicht keine bösen Überraschungen.

Deutsche Rentner mit Wohnsitz im Ausland sind steuerpflichtig

Die Annahme im Ausland vor dem deutschen Fiskus in Sicherheit zu sein ist falsch, denn der mischt auch dort mit. Um die Besteuerung der Renten im Ausland kümmert sich das Finanzamt in Neubrandenburg. Jeder Deutsche der seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt und die Rente dorthin überwiesen bekommt, kann sich der Steuererklärung nicht entziehen. Deutsche Renten werden seit 2005 besteuert. Zuerst waren es 50 Prozent, da der Anteil aber jährlich um 2 Prozent steigt müssen dieses Jahr 66 Prozent der Alterseinkünfte versteuert werden. Dabei ist es egal ob der Empfänger der Rentenzahlungen im In- oder Ausland wohnt. Da Auslandsrentner beschränkt steuerpflichtig sind entstehen ihnen im Vergleich zu Rentnern die in Deutschland wohnen einige Nachteile. Sie müssen ihre Rente vom ersten Cent an versteuern, denn der Steuerfreibetrag von 8004 Euro wird nur in Deutschland lebenden Ruheständlern gewährt. Es gibt auch Länder mit denen ein Abkommen geschlossen wurde. Dadurch haben die Auslandsrentner die Möglichkeit die Rente dort zu versteuern. Wer seinen Wohnsitz nicht ins Ausland verlegt, sondern zum Beispiel nur die kalten Wintermonate in wärmeren Gefilden verbringt, bleibt weiterhin in Deutschland steuerpflichtig.

Keine Riester-Förderung bei Wohnsitz außerhalb der EU

Für die staatlich geförderte private Rentenversicherung, wie Riester, wird die Förderung gewährt, wenn sich der Aufenthaltsort innerhalb der Europäischen Union befindet. Ist Der Wohnsitz außerhalb der EU muss die Förderung zurückbezahlt werden. Bezüglich der Krankenversicherung gibt es auch einiges zu beachten. Wird der Wohnsitz innerhalb Europas oder dem europäischen Wirtschaftsraum verlegt sind die Rentner weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung Deutschlands versichert. Das gilt auch für andere Staaten die ein entsprechendes Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland abgeschlossen haben. Im Ausland bekommen die Versicherten sämtliche Leistungen, die andere Versicherte im jeweiligen Wohnstaat auch bekommen. Diese können aber vom deutschen Standard erheblich abweichen.

Bildquelle: © Christina Zitz / pixelio.de

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