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Haben die Banken Mitverantwortung für Steuerbetrug?

Haben die Banken Mitverantwortung für Steuerbetrug?

Apr 5, 2013

In diesen Tagen kommen viele Fakten zum Thema auf den Tisch. Denn es wird für massive Steuerbetrüger immer enger. Die sogenannten Steueroasen werden weniger. Denn die länderübergreifenden Möglichkeiten, solchen Betrügern auf die Schliche zu kommen, werden ständig erweitert.

Nun wurden in den letzten Tagen Berichte in den Medien verbreitet, dass diverse deutsche Banken den Kunden Möglichkeiten aufgezeigt hätten, wie sie mehr oder minder legale Schlupflöcher im Ausland nutzen können. Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Banken hat eine solche Mitverantwortung entschieden abgewiesen.

Ob es Privatpersonen oder Organisationen mit der Ehrlichkeit bei der Steuer nicht ernst nehmen, falle nicht in den Prüfungsbereich der Bank. Dass die Banken „dafür an den Pranger gestellt würden“, fand Vorsitzender Schmitz nicht richtig.

Steuerhinterziehung als kriminelles Delikt müsse verfolgt werden. Dieser Meinung ist man auch beim Bundesverband der Banken. Die europäischen Banken, denen sich in diesem Fall auch Luxemburg und die Schweiz ausdrücklich angeschlossen haben, setzten seit einiger Zeit auf die sogenannte „Weißgeld-Strategie“. Damit erhofft man sich mehr Steuerehrlichkeit.

Leider stellt sich heraus, dass das Personal, welches zur Prüfung von Betrugsfällen im Finanzamt zur Verfügung steht, meist recht knapp bemessen ist, und aufgestockt werden müsse. Da die Zahl der Steuerhinterzieher und Steuerberater mehre, müsse man mit der Anzahl der Prüfer ebenfalls nach oben gehen. Rund 400 Milliarden Euro, so schätzt der DSTG-Vorsitzende Thomas Eigenthaler, wird das Volumen der Steuerhinterziehung in Deutschland betragen.

Wie die Medien in den letzten drei Tagen berichteten, gebe es einen Datensatz mit rund 130.000 Steuersündern, verteilt auf 170 Länder. Man geht davon aus, dass ein Teil davon Deutsche sind, wie der Industriellenerbe Gunter Sachs.

Durch legale Steuertricks, wie sie der französische Schauspieler Depardieu vormachte, als er zum russischen Staatsbürger wurde, geht ebenfalls noch einmal viel Geld verloren. Allerdings ist dies nicht einzutreiben, da keine Straftat vorliegt. Aber es wird wenige geben, die vor einem solchen Aufwand nicht zurückschrecken.

Bildquelle:
© Tom-Higgins / PIXELIO

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