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Grundsteuerermäßigung bei Mietausfall

Grundsteuerermäßigung bei Mietausfall

Mrz 6, 2013

Grundsteuer wird jedes Jahr von Haus- und Grundstücksbesitzern an die Gemeinde bezahlt. Bei vermieteten Objekten wird die Grundsteuer auch dann fällig, wenn keine Mieteinnahmen fließen, weil zum Beispiel die Wohnung leer steht oder der Mieter nicht bezahlt. Die Leistungsfähigkeit und die persönlichen Verhältnisse vom Vermieter bzw. Eigentümers spielen hier keine Rolle. Es gibt aber eine Möglichkeit zumindest einen Teil der Grundsteuer zurückzuholen. Das ist der Fall wenn die Mieteinnahmen mit 50 Prozent unter dem Rohertrag liegen. In diesem Fall kann die Steuer um 25 Prozent gemindert werden. Fließen überhaupt keine Einnahmen liegt die Steuerminderung sogar bei 50 Prozent. Die Gemeinde wird allerdings nicht völlig auf die Grundsteuer verzichten.

Eigentümer müssen Nachweise erbringen

Einer Grundsteuerermäßigung steht normalerweise nichts im Wege, wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass er sich um die Vermietung zu der marktgerechten Miete bemüht hat, sei es durch Mietangebote in der Tageszeitung oder im Internet. Sollte auf dem betreffenden Mietmarkt ein Überangebot bestehen ist der Vermieter nicht verpflichtet sein Angebot bis zum unteren Ende der Mietpreisspanne zu senken. Die Grundsteuer wird nur aus Kulanz erlassen, allerdings nicht wenn der Eigentümer für den Mietausfall selbst schuld ist. Wenn zum Beispiel die Miete zu hoch ist und deshalb keine Mieter für die Wohnung gefunden werden wird die Grundsteuer auf keinen Fall reduziert. Auch für eine Wohnung die wegen anstehenden Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen nicht vermietet wird zeigt sich die Gemeinde nicht kulant. Ein Ausnahmefall ist, wenn die Wohnung wegen höherer Gewalt, wie Hochwasser oder Brand nicht vermietet werden kann und deshalb ein Einnahmeausfall vorliegt.

Antrag bei der zuständigen Gemeinde stellen

Die Reduzierung der Grundsteuer muss vom Eigentümer direkt bei der zuständigen Gemeinde beantragt werden. Die Finanzämter sind nur in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen zuständig. Für 2012 muss der Antrag spätestens am 31. März 2013 eingehen. Der Antragsteller kann aber die Begründung und den Nachweis später nachreichen. Meistens reicht ein allgemeines Schreiben mit den Erläuterungen aus. Weiter Nachweise sind erst auf Verlangen der Behörde vorzulegen. Die Grundsteuer wird reduziert wenn alle Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Da die Reduzierung im Gesetz nicht festgeschrieben ist besteht keinerlei Ermessensspielraum.

Bildquelle: ©Rainer Sturm / pixelio.de

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