Hier erfahren Sie alles zur Abgeltungssteuer

Die neuen Urteile rund um das Thema Finanzen

Während die Finanzämter sich alle Zeit der Welt nehmen, wenn es um die Bearbeitung von Steuererklärungen geht, haben die Bürger engmaschine Fristen zu beachten. Wer also eine Einkommenssteuererklärung für das Jahr 12 abliefern muss (beispielsweise alle Ehepaare, die mit Steuerklasse III/IV veranlagt sind, muss dies bis zum letzten Tag des Mai 13 tun.

Diese Frist läuft also dieser Tage ab. Doch was macht man, wenn die Erklärung nicht rechtzeitig fertig geworden ist? Ein Ausweg ist es, die Unterlagen einem Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater zu übergeben. Denn wenn diese die Erklärung bearbeiten, dürfen sie sich bis zum Jahresende Zeit lassen. Wer das nicht möchte und nur nicht rechtzeitig fertig wurde, kann mit einem Brief an das Finanzamt um Fristverlängerung bitten. Meist bekommt man dann ein oder zwei Monate Aufschub.

Während das Finanzamt bei langer Bearbeitungszeit auf das erstattete Geld noch nicht einmal Zinsen zahlen muss, bekommt der Bürger bei unentschuldigt zu spät abgelieferter Steuererklärung bis zu 10 % Verspätungszuschlag aufgebrummt, und das bis zu einer Summe von 25.000 Euro.

Außerdem: Viele Steuerpflichtige haben hohe Kosten für den Weg zur Arbeit in ihre Steuererklärung einzutragen. Wie viel dies pro Kilometer ist, wurde gesetzlich festgelegt und auch, dass damit alle Kosten, die der Weg mit sich bringt, abgegolten seien. Ein Streitfall ist dabei jedoch eingetreten: Füllt man versehentlich beim Tanken den falschen Treibstoff ins Auto, und dieses muss aufwändig repariert werden, fällt das zwar unter mangelnde Sorgfaltspflicht, aber ob die Kosten in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung auftauchen dürfen, ist nicht klar.

Gerechtigkeit ist nicht immer eindeutig

Gerechtigkeit ist nicht immer eindeutig

Während die Richter zugunsten des unaufmerksamen Autofahrers entschieden, stellten sich die Finanzrichter dagegen. Der Bundesfinanzhof hat noch nicht entschieden.

Ebenfalls interessant: Bei Entscheidungen, die das Finanzgericht fällen soll, darf es sich nicht zu lange Zeit lassen. Die Kläger können einen Schadenersatz von bis zu 1.200 Euro pro Jahr geltend machen, in denen die Richter untätig bleiben. Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs, wie lange die Frist betragen muss, steht zwar noch aus, aber im verhandelten Fall waren es fünf Jahre, und dies gilt auf alle Fälle als zu lang.

Bildquelle:
© Thorben Wengert / PIXELIO

 

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>