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Die Nebenkosten beim Hauskauf steigen

Die Nebenkosten beim Hauskauf steigen

Aug 22, 2013

Dass ein Hauskauf weit mehr Kosten einbringt, als das Gebäude samt Grundstück kostet, ist bekannt. Einige Nebenkosten sind einfach nicht zu umgehen. Und sie sind entweder teurer geworden oder werden es in naher Zukunft.

Seit der kräftigen Gebührenerhöhung beim Notar kostet das Grundbuchumschreiben bzw. Finanzierung eintragen einen richtigen Batzen mehr als vorher. Nachdem dafür zuvor schon Kosten von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro anfielen, hat sich diese Summe nun verzwei-bis dreifacht.

Die Nebenkosten für einen Hauskauf steigen unaufhörlich

Die Nebenkosten für einen Hauskauf steigen unaufhörlich

Doch dabei bleibt es nicht allein. Ein anderer Posten ist die Grunderwerbssteuer, und auch hier langt man kräftig zu. Da der Immobilienkauf durch die niedrigen Zinsen ein Comeback erlebt wie selten, haben das auch die Bundesländer als Einnahmequelle entdeckt und die entsprechenden Steuern kräftig erhöht. Baden-Württemberg hat gleich richtig zugelangt und möchte jetzt statt 3,5% fünf Prozent kassieren. Günstig kommt man da in Bayern weg, denn dort zahlt man nach wie vor 3,5%, wie bisher auch. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 4,75%.
In Berlin hat man in den letzten Jahren gleich zweimal erhöht. Aktuell zahlt man 5% und geplant ist eine weitere Erhöhung ab dem nächsten Jahr auf 6%. Das sind dann schon erhebliche Kosten, die für manch einen den Traum vom Eigenheim platzen lassen.

Auch Brandenburg hat von 3,5 auf 5% erhöht. Und genauso dreht Bremen an der Preisschraube. 4,5% verlangt man hier im Jahr 13. Und in 14 soll es noch mehr werden. Hier strebt man 5,5% an. Richtig teuer ist es in Hamburg. Dort zahlt man ohnehin für ein Grundstück oder ein Haus extrem viel. Und die Grunderwerbssteuer schließt sich dem an. 4,5% zahlt man hier schon seit 2009.

Hessen scheint aus Frankfurt und dem Rest zu bestehen. Denn nur weil Frankfurt so begehrt ist, muss das ganze Land bluten. Die Preise für Immobilien erreichen schwindelerregende Höhen und auch die Steuer für den Grunderwerb haben hohe Werte angenommen. Seit Anfang 13 hat man erneut erhöht, und zwar auf 5%.

Im Mecklenburg-Vorpommern langte man schon im Jahr 2012 zu. 5% werden auch hier gezahlt. Viel besser kommt man auch in Niedersachsen nicht weg. 4,5% werden hier verlangt. Nordrhein-Westfalen bittet die Käufer mit 5% zur Kasse; ebenso Rheinland-Pfalz. Im Saarland verlangt man nach zwei Erhöhungen jetzt 5,5%. Sachsen hat ebenso wie Bayern noch den alten Prozentsatz von 3,5% und ist damit eines der beliebtesten Bundesländer für den Hauskauf.

In Sachsen-Anhalt wurde seit 2012 erhöht: 5% zahlt man jetzt hier. Am teuersten kommt ein Kauf in Schleswig-Holstein. Hier verlangen die Landesämter ab dem nächsten Jahr sogar 6,5%. Billiger ist es in Thüringen. Im grünen Herz Deutschlands kommen Käufer mit 5% davon, wobei auch hier die letzte Erhöhung heftig ausfiel. Denn zuvor waren es nur 3,5%.

Bildquelle: © Th.Kemnitz / PIXELIO
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