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Die Milliarden der russischen Oligarchen werden mit Steuergeldern gerettet

Die Milliarden der russischen Oligarchen werden mit Steuergeldern gerettet

Mrz 19, 2013

Die Euro-Finanzminister haben mit dem Rettungspaket nicht nur Zypern gerettet, sondern auch die Einlagen von Russlands Superreichen. Die Gläubiger der Banken müssten sich erstmals am Rettungspaket beteiligen. Für die reichen Russen dürfte es kein Problem sein, 9,9 Prozent zu berappen, wahrscheinlich spüren sie den Verlust nicht großartig. Anders sieht es bei der Mehrzahl der Zyprioten aus, denn die haben sich ihr Erspartes sauer verdienen mussten. Russische Superreiche haben etwa 25 Milliarden Euro bei den zypriotischen Banken liegen. Von der Zwangsabgabe sind die Sparer auf dem Inselstatt geschockt, sie können schließlich nichts dafür dass die Banken pleite sind.

Zyprioten schimpfen über Angela Merkel

Die meisten Europäer ärgern sich über das Hilfspaket, weil es letztendlich wieder von Steuergeldern finanziert wird. Dafür darf man sich im Fernsehen ansehen, wie die Zyprioten auf Deutschland bzw. die Bundeskanzlerin schimpfen, anstatt die eigenen Staatsoberhäupter in die Mangel zu nehmen, die der Zwangsabgabe zugestimmt haben. Hätten sie nicht zugestimmt gäbe es auch kein Hilfspaket und die Zyprioten müssten selbst zusehen wie sie sich aus dem Sumpf wieder herausziehen. Es gibt immer ein Für und Wider, wie am Wochenende wieder einmal zu sehen war. Auch dem dümmsten Zyprioten dürfte klar sein, dass Angela Merkel das Rettungspaket nicht im Alleingang geschnürt hat.

Zypern ist für die EU nicht systemrelevant

Zum Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union trägt Zypern weniger als 0,2 Prozent bei, der Inselstaat ist also nicht systemrelevant. Die EU hätte den Inselstaat auch einfach sich selbst überlassen können. Milliarden an Kundengeldern haben die Banken Zyperns in griechische Staatspapiere investiert, die als hochspekulativ gelten. Das sie sich dabei verzockt haben ist ihnen bestimmt schon schmerzlich bewusst geworden. Wenn Zypern jetzt Pleite gegangen wäre, wären auch die Einlagen über 100.000 Euro futsch, denn diese Grenze hat die EU-Kommission vorgesehen. Das wäre selbst für die reichen Russen ein Schlag den sie nicht so einfach wegstecken würden wie die vergleichsweise mickrigen 9,9 Prozent. Aber jetzt werden nicht nur Zyperns Banken, sondern auch 90,1 Prozent die russischen Oligarchen-Milliarden gerettet. Ob die europäischen Steuerzahler dafür jemals ein Dankeschön hören?

Zyperns Bankkunden bekommen Entschädigung für Zwangsabgabe

Jetzt wurde bekannt, dass die aufgebrachten Kunden von Zyperns Banken Bankaktien als Entschädigung für die Zwangsabgabe erhalten. Gut dass die EZB und ESM-Milliarden dafür sorgen, dass die Banken nicht untergehen. Einschließlich der Bankschulden beläuft sich Zyperns Schuldenstand auf 145 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt und es ist zu bezweifeln ob sich daran im Zuge der Rettung viel ändert. Die Wirtschaftsleistung Zyperns wird in erster Linie aus dem Bankensektor gespeist. , da dieser aber sein Geschäftsvolumen herunterfahren muss ist nicht klar ob die Schulden erwartungsgemäß zurückgezahlt werden. Die Steuerzahler dürfen also auch das Risiko eines Zahlungsausfalls tragen, während die Geschäfte in Zypern vorerst wahrscheinlich unverändert weitergehen.

Bildquelle: ©Gerd Altmann / pixelio.de

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