Hier erfahren Sie alles zur Abgeltungssteuer

Die aktuellen Steuerpläne von Rot-Grün

Im Jahr des Bundestagswahlkampfs gibt es viele Neuerungen, die von Regierung und Opposition angekündigt werden im Falle eines Sieges.
Aktuell ist dies eine Steuerreform von Rot-Grün. Diese soll angeblich die Reichen stärker fordern, aber nun wird deutlich, dass es auch die Mittelschicht treffen würde – und Schaden für die Wirtschaft bedeutet.

Steinbrück als Kanzlerkandidat fordert plötzlich Steuererhöhungen und trifft damit auf Ablehnung – auch in den eigenen Reihen. Der Bund der Steuerzahler ist ebenfalls nicht begeistert. Die Grünen haben zum gleichen Thema Pläne entwickelt und es gibt dabei Übereinstimmungen mit der SPD.

Doch was steckt nun dahinter? Die Vermögenssteuer soll wieder eingeführt werden, die Erbschaftssteuer soll verdoppelt und die Einkommenssteuer soll angehoben werden. Die Grünen wollen extra noch eine Vermögensabgabe. Kritiker befürchten eine Belastung der Investitionsfähigkeit der Wirtschaft und vor allem des Mittelstandes.

Die Pläne im Einzelnen: Der Spitzensteuersatz für die Einkommenssteuer soll ab 100.000 Euro Jahreseinkommen auf 49 % steigen. Die Grünen hätten hier gern eine Summe von 80.000 Euro jährlich. Allerdings soll auch der Tarifverlauf verändert werden, sodass schon Einkommensbezieher ab rund 60.000 Euro weniger netto hätten.

Die Vermögenssteuer soll all jene betreffen, die pro Person mehr als 2 Millionen Privatvermögen haben. Auf ein Prozent jährlich soll sich die Steuer belaufen. Allerdings wären davon auch Betriebsvermögen betroffen. Kritiker geben zu bedenken, dass besonders bei Betriebsvermögen nicht unbedingt die Liquidität für diese Steuerzahlung gegeben ist. Das führt dazu, dass ein Teil des Vermögens veräußert werden müsste, was die Substanz schmälert. Das Wirtschaftswachstum werde dadurch gehemmt.

Weiter geht es mit dem Kindergeldkonzept. Dieses sieht vor, dass Eltern mit geringem oder mittlerem Einkommen mehr Kindergeld bekommen. Der Freibetrag für Betreuungs-und Ausbildungsbedarf, von dem nur die besser verdienenden profitieren, soll dafür gestrichen werden.

Ebenfalls von der Reform betroffen: das steuerliche Ehegattensplitting. Für neu geschlossene Ehen soll dieses ganz abgeschafft werden. Dies würde bedeuten, dass jeder Steuern zahlt, als sei er Single. Für bereits verheiratete Paare soll es Übergangslösungen geben. Nicht betroffen von dieser Steuererhöhung wären lediglich Paare, die gleich viel verdienen, alle anderen wären benachteiligt.

Bei der Abgeltungssteuer sind Grüne und SPD der Meinung, dass sich etwas ändern muss. Hier sollen die Reichen mehr zahlen als die derzeit (seit der Änderung 2009) einheitlichen 25 % plus Solibeitrag).

Erwartungsgemäß gibt es Kritik von gelb-schwarz. Man warnt vor Steuererhöhungen und gibt zu bedenken, dass die Vorschläge der Opposition Verunsicherung in der Bevölkerung schaffen. Dies dürfte sich aber in Grenzen halten, denn der überwiegende Teil der bundesdeutschen Einwohner würde wohl nicht stärker belastet werden. Denn immerhin verdienen mehr als die Hälfte der Einkommenssteuerzahler im Land weniger als 29.000 Euro jährlich.

Bildquelle: © Dieter Schütz / PIXELIO

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