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Bei der Steuererklärung schummeln nicht nur Reiche

Wenn es um Steuerhinterziehung geht haben nicht nur Reiche, sondern auch ganz normale Bürger, Selbstständige und Freiberufler alle Hemmungen verloren. Der Staat lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, wie er den Bürgern mit Steuern das Geld aus der Tasche ziehen kann. Mit ein wenig tricksen bei der Steuererklärung wollen die Deutschen einen Teil davon wieder zurückholen. Für Selbstständige und Freiberufler ist es relativ einfach ein bisschen zu mauscheln. So werden Ehepartner und Kinder als Mitarbeiter angemeldet und alle Kosten die durch ein Arbeitsverhältnis entstehen bei der Steuererklärung abgesetzt. Glaubwürdig werden diese Arbeitsverhältnisse durch einen ordentlichen Arbeitsvertrag, wie er auch mit Fremden abgeschlossen wird.

Freiberufler und Unternehmer erhöhen die Betriebsausgaben

Bei den Rechnungen wird ebenfalls geschummelt denn die Einnahmen fließen einfach in die private Tasche anstatt in die Firmenkasse. Diese Schummelei fällt in der Regel erst bei einer Betriebsprüfung auf, vor allem wenn der Prüfer keine Privatentnahmen feststellen kann. Anhand von Richtsätzen kalkuliert der Prüfer ob Einkauf und Inventur mit dem vom Unternehmer angegebenen Umsatz übereinstimmen.

… indem sie bei den Fahrzeugen tricksen

Bei Fahrzeugen wird ebenfalls gerne getrickst. So werden Fahrzeuge von Familienmitgliedern als Firmenfahrzeuge angemeldet – laufen praktisch über die Firmenbücher. So wird nicht nur die Vorsteuererstattung unrechtmäßig eingeheimst, sondern mit den Kosten, die als Betriebsausgaben angegeben werden, der Gewinn reduziert. Darüber hinaus werden Benzinquittungen von der ganzen Familie gesammelt und aus Betriebsausgaben abgesetzt. Solange Rechnungen und Kilometerleistung übereinstimmen gibt es selten ein Problem.

… private Bewirtungs- und Taxibelege einreichen

Eine weitere beliebte Masche um Steuern zu sparen ist das sammeln von Bewirtungs- und Taxibelegen im Freundes- und Verwandtenkreis. Natürlich werden auch die eigenen Belege die vom Restaurantbesuch mit dem Ehegatten aufgehoben werden als Bewirtungskosten abgesetzt. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn das Finanzamt kann anhand vom Fahrtenbuch genau überprüfen ob ein Geschäftsessen stattgefunden hat. Dumm ist wenn die Restaurantrechnungen am Geburtstag eines Familienmitgliedes ausgestellt wurden und zudem noch Kinderteller darauf enthalten sind.

…Kosten für private Hobbys von der Steuer absetzen

Privatpersonen die intensiv einem Hobby nachgehen versuchen auch gerne das Finanzamt an den Kosten für das Material zu beteiligen. Ausgaben werden in der Steuererklärung angesetzt und somit die Steuerlast gedrückt. Misstrauisch werden die Finanzbeamten wenn keine Gewinne vorgewiesen werden. Diese sogenannten Hobby-Unternehmer müssen damit rechnen, dass die Verluste rückwirkend gestrichen werden und saftige Nachzahlungen auch Jahre später fällig werden. In so einem Fall kann aber eine plausible Erklärung sowie die Aussicht auf zukünftige Gewinne eine positive Wende bringen.

Was passiert wenn der Steuerprüfer ermittelt?

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein strafbares Vergehen. Ehrlich währt am längsten – ein bekannter Spruch den sich jeder Steuerzahler zu Herzen nehmen sollte. Eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung wird teuer. Zudem sollte jeder bedenken, dass es immer Neider gibt die Freunde, Verwandte, Nachbarn und Arbeitskollegen nur zu gerne beim Fiskus anschwärzen. Wenn erst einmal ein Verdacht geäußert wurde ist der Fiskus hellwach und wird den Fall ganz genau überprüfen.

Bildquelle: © Kurt F. Domnik / pixelio.de

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