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Barclays – Finanzbehörden prüfen Verdacht der Steuerhinterziehung

Barclays – Finanzbehörden prüfen Verdacht der Steuerhinterziehung

Jun 24, 2013

Barclays soll den Bund um Millionenbeträge geprellt haben. So lauten die Steuerhinterziehungs-Vorwürfe, die von den Finanzbehörden geprüft werden. Bei Aktiengeschäften bekam Barclays angeblich mehr Steuern erstattet, als bezahlt wurden. Jahrelang soll die britische Großbank mit Handelspartnern über Aktiengeschäfte den Fiskus um hohe Millionenbeträge betrogen haben. Unter Berufung auf ein bisher noch nicht veröffentlichtes Schreiben vom Finanzministerium berichtete die Süddeutsche Zeitung. Das Schreiben war an die Obersten Finanzbehörden der Bundesländer gerichtet. Es soll um Summen von jährlich bis zu 280 Millionen Euro gehen. Die Länder werden aufgefordert zu prüfen, ob ein hinreichender Anfangsverdacht für Steuerhinterziehung besteht.

Noch keine Ermittlungen gegen Mitarbeiter

Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Bank soll es bisher noch nicht geben. Es wurde lediglich ein Prüfverfahren der Finanzbehörden eingeleitet. Die Finanzbehörden müssen untersuchen ob mögliche Schäden vom Kreditinstitut zurückgefordert werden können. Es geht um Aktiendeals die kurz vor und nach der Dividendenzahlung durchgeführt wurden. Wenn die Aktiengeschäfte in einer schnellen und komplizierten Abfolge durchgeführt werden, wird eine höhere Steuererstattung durch die Finanzämter erreicht. So werden mehr Steuern erstattet, als vorher bezahlt wurden. Dem Blatt zufolge erklärte Barclays, dass uneingeschränkte Transparenz und Offenheit den weltweiten Steuerbehörden gegenüber zur Geschäftspolitik gehöre. Barclays habe im Einklang mit den Gesetzen gehandelt. Die Andeutungen für Fehlverhalten wurden eindeutig zurückgewiesen.

Steuerschlupfloch angeblich geschlossen

Nicht nur Barclays, sondern auch anderen Banken und Aktienhändlern werden trickreiche Aktiengeschäfte vorgeworfen, mit denen sie den Bund um Steuereinnahmen betrogen haben. Es hat ein Steuerschlupfloch gegeben, das erst 2012 geschlossen wurde. Diesbezüglich laufen in den Bundesländern seit längerem Ermittlungen. Vorwürfe gegen den Bund, davon gewusst und nichts unternommen zu haben wurden vom Bundesfinanzministerium zurückgewiesen. Diesen Geschäften wurde angeblich mit Gesetzen und Verordnungen früh genug entgegen getreten. Irgendwo muss es wohl doch noch ein Hintertürchen geben, das noch nicht geschlossen ganz geschlossen war.

Bildquelle: ©GG-Berlin / pixelio.de

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