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Apple’s milliardenschweres Steuersparmodell

Apple’s milliardenschweres Steuersparmodell

Mai 22, 2013

Mit einem Markenwert von 185 Milliarden Dollar bleibt Apple auch dieses Jahr die weltweit wertvollste Marke. Der amerikanische Fiskus sieht von dem erwirtschafteten Geld allerdings nur wenig. Durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen konnte sich Apple in den USA Steuerzahlungen von Milliarden Dollar sparen. Dafür musste sich der Apple-Chef Thomas Cook von einem Senatsausschluss deutliche Worte anhören. Diese Ansicht wurde vom Gremium mit einem 40-seitigen Dokument untermauert, das Nachweise über Apple und dessen internationale Verflechtungen enthielt.

Stellungnahme von Thomas Cook

Von Apple wiederum wurde eine von Cook vorbereitete Stellungnahme für den Senatsausschuss verbreitet. Darin beteuerte Cook, dass sich das Unternehmen an die Gesetze und deren Geist halte. Von Apple werden alle nötigen Steuern in den USA und jenseits der Grenzen bezahlt. Er verlangte gleichzeitig eine Reform der Steuergesetze, da diese seiner Meinung nach nicht mit der Geschwindigkeit des digitalen Zeitalters sowie der sich schnell wandelnden Wirtschaft Schritt gehalten haben. Nicht nur Apple, sondern auch zahlreiche andere Konzerne stehen wegen ihrer Steuerpraxis in der Kritik. Der iPhone-Hersteller hat sich vor nicht allzu langer Zeit 17 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt geliehen, um für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe nicht die Reserven antasten zu müssen. Die Reserven liegen zum größten Teil im Ausland. Wenn Apple das Geld zurückgeholt hätte wären dafür 35 Prozent Steuern fällig gewesen. Im Interview vor einer Woche nannte Cook diesen Steuersatz unangemessen hoch.

Apple hat nicht illegal gehandelt

Apple werden keine illegalen Handlungen vorgeworfen, denn die Gesetzeslücken in den USA lassen es zu, dass Großkonzerne auf legalem Weg Steuerzahlungen minimieren. Viele Unternehmen gründen Offshore-Firmen, um dem Fiskus Steuereinnahmen zu entziehen. Mit der Anhörung wollte der Senat die Steuervermeidungsstrategien von Apple hervorheben. Damit soll den US-Bürgern verdeutlicht werden, wie Unternehmen durch solche Gesetzeslücken dazu beitragen, dass ihre Steuerlast und das Bundesdefizit erhöht werden. Von Apple werden unter anderem Rechte an geistigem Eigentum in Länder mit geringer Besteuerung verlagert. Mit der Regierung von Irland hat Apple eine Steuerquote von zwei Prozent ausgehandelt. Üblich sind zwölf Prozent. Apple verfügt insgesamt über 145 Milliarden Dollar an Barreserven. Davon befinden sich, wegen der Steuerersparnis 102 Milliarden Dollar außerhalb der USA.

Bildquelle: © Gerd Altmann / pixelio.de

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